Titel: Apocalyptic Lovers. Reiter der Hölle
Autor/in: Ulrike Koch
Cover: Emily Bähr
Genre: Romantasy
Verlag: Impress
ISBN: 978-3-646-60712-3
Preis: E-Book 3,99 €, Taschenbuch 12,99 €
Status: Werbung | Rezensionsexemplar
Drei Worte: Kampf, Spiele, Geheimnisse

Trintje – eine Studentin kur vor ihrem 23. Geburtstag. Doch in Wahrheit ist sie so viel mehr.
Denn sie spielt eine große Rolle in den Intrigen und Machtspielen des neuen Gottes, der jetzt über den Himmel herrscht.
Kelyan ist einer der vier apokalyptischen Reiter, doch seine Zeit auf der Erde hat ihn verändert. Anstatt das Grauen über die Menschheit zu bringen, geht er auf die Jagd nach Monstern, die direkt aus der Hölle zu kommen scheinen.
Als Trintje und Kelyan aufeinander treffen ahnen sie noch nicht in welches Spiel sie geraten sind und was gerade die beiden miteinander verbindet ...

Veröffentlicht am 18.01.2021 von Wortklecks

Ulrike Koch - Apocalyptic Lovers. Reiter der Hölle

Ulrike Koch hat eine tolle Idee ins Spiel gebracht: die vier apokalyptischen Reiter, die nun auf der Erde verstreut ihr Dasein fristen. Krieg, Krankheit und Hunger. Doch Tod ist in den Fängen des neuen Gottes und dieser tut alles um seine Gegenspieler auszutricksen und mit ihnen zu spielen.
Während sich Kelyan auf eins dieser Spiele einlässt, um seinen Bruder zu befreien, läuft er Trintje über den Weg. Sie ahnt noch nichts über ihr Schicksal und den Platz, den sie in dieser verrückten und auseinandergefallen Welt einnimmt.

An sich also eine grandiose Idee mit einem spannende Setting und einigen überraschenden Wendungen.
Nur leider konnte ich diese gar nicht auf mich wirken lassen. Ich wurde so schnell durch die Geschichte getrieben, als wäre ich eins der Pferde auf denen die Reiter ihr Verderben bringen. Es gab kaum Verschnaufspausen, in denen ich die Handlung und die Geschehnisse sacken lassen konnte. Die Charaktere hatten keine Zeit ihr volles Potenzial zu entfalten - das definitiv da war. Ich wollte sie gerade begrüßen, da wurde ich schon in die nächste Szene geschmissen, ich wollte sie kennenlernen, doch sie liefen mir davon. Gefühlt hinkte ich hinterher, rief noch ihre Namen, doch sie waren schon um die nächste Ecke verschwunden.

Natürlich fiel es mir dann schwer Handlungen nachzuvollziehen, die einen schweren Einschnitt bedeuteten, aber schon nach einer Seite beendet waren. Wie sollte ich Emotionen ihren freien Lauf lassen, meinen Gefühlen nachgeben, wenn die Geschichte mir keinen Raum dafür gelassen hat? Mit ein bisschen mehr Ruhe hätte ich Zeit gehabt mich auf die Beziehungen einzulassen, Freundschaft zu spüren und mich den Charakteren anzunähern. Sodass ich bei manchen Punkten wirkliche Wut, Bedauern oder Hilflosigkeit empfunden hätte.
Diese Gefühle blieben leider bei mir aus. Sehr schade, weil die Geschichte an sich super spannende Aspekte hat.

Hervorheben möchte ich dabei aber noch einmal die apokalyptischen Reiter. Gerade Jase - Krankheit - hatte einen viel ruhigeren Teil, sodass ich mich vollkommen auf ihn einlassen konnte. Diese Parts haben mir sehr viel Spaß gemacht zu lesen. Vor allem die Verbindungen unter den Brüdern, ihre Geschichten und die Knotenpunkte in denen alles wieder zusammenführte.
Das Ende fand ich auch sehr gut gelöst, es gab einige Überraschungen und jedes Puzzleteil, das wir im Laufe gesammelt hatten, rückte an seinen Platz.

Fazit: »Apocalyptic Lovers. Reiter der Hölle« von Ulrike Koch wartet mit einer spannenden Idee auf, die mich sofort gefangen genommen hat. Obwohl ich die Handlung mochte, so ging mir doch alles viel zu flott und mir war es kaum möglich eine Beziehung zu den Protagonisten aufzubauen.

Ulrike Koch - Apocalyptic Lovers. Reiter der Hölle
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