Die siebzehnjährige Mags wünscht sich weit weg. Aus der Schule, aus der Kleinstadt in Süddeutschland, aber vor allem von ihrer Helikopter-Mutter. Ihr langweiliges Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, als ein gutaussehender Austauschschüler aus London vor ihr steht. Cyrus’ geheimnisvolle Art hat etwas an sich, das Mags mitten ins Herz trifft. Was sie nicht weiß: Cyrus ist ein Hunter, ausgebildet im Kampf und eingeweiht in die Mysterien einer uralten Geheimloge. Und er ist hier, um sie zu finden.
Quelle: Oetinger Verlag
Ein Schreibstil, der Spannung erzeugt, Geschehnisse, die sich überschlagen und immer mehr Geheimnisse, Dunkelheit und Facetten freilegen. Die ersten 200 Seiten habe ich förmlich eingeatmet, ohne aus dieser Welt wieder auftauchen zu können. Auch die Rückblicke waren passend eingeflochten und haben mich eingenommen.
Der Mittelteil war von Unwissenheit und fehlenden Nachfragen überschattet. Die Handlung griff nicht mehr so ineinander und erzeugte ein kleines Spannungsloch. Mags erfasst nur sehr langsam, dass sie sich in eine unbekannte Situation mit Fremden begeben hat, deren genaue Ziele sie gar nicht kennt. Ihr überstürztes und unhinterfragtes Handeln haben sie mir anfangs fremd gemacht. Generell haben die Charaktere wenig Raum, um sich zu entfalten, zu öffnen und ihr Selbst preiszugeben.
Auch wird die Organisation der Knights wenig beleuchtet. Wie setzen sie sich für das Wohl der Menschen ein? Wie sehen ihre Aufträge aus? Was genau machen sie eigentlich? Als Leserin wurde ich darüber völlig im Dunkeln gelassen, obwohl immer wieder betont wurde, wie sehr sich alle der Gilde verschreiben. Sodass sich der Verdacht erhärtet, sie würden irgendwelche Machenschaften anführen.
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Zum Ende wurde der Spannungsfaden wieder gestrafft, die Erkenntnis sickerte ins Bewusstsein und die Mächte gaben sich preis. Es blieb einiges offen, das Rena Fischer geschickt verwebt und neugierig auf das Finale macht.
Fazit: »Knights & Heirs 1. Der Ruf der Schlange« von Rena Fischer packt durch einen fesselnden Schreibstil und eine geheimnisvolle Atmosphäre. Diese wird der Handlung aber größtenteils zum Verhängnis, da vieles nur vage angedeutet und im Geheimen liegt.
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