Titel: Something Pure
Autor/in: Kylie Scott
Cover: Zero Werbeagentur
Genre: Liebe
Verlag: Lyx
ISBN: 978-3-7363-1541-9
Preis: E-Book 9,99 €, Paperback 12,99 €
Status: Werbung | Rezensionsexemplar
Drei Worte: Vorschnell, Kontrolle, Macht

Alice hat ihren Job als Kellnerin in einer heruntergekommen Bar satt. Ihr Chef ist ein Arschloch und die Kunden behandelt sie wie ein Objekt. Als der neue Hilfskellner Beck ihr schöne Augen macht, kann sie seine Absichten nicht ergründen. Sie fühlt ich zu ihm hingezogen und genießt jede freie Minute mit ihm.
Doch Beck gehört zu einer millionenschweren Familie und muss Los Angeles verlassen, um zurück in sein Leben nach Denver zu kehren. Wo Macht, Reichtum und Glamour auf ihn warten. Er bittet Alice ihn zu begleiten und zieht sie in eine Welt voller Lügen und Geheimnisse.

Veröffentlicht am 11.06.2021 von Wortklecks

Kylie Scott - Something Pure

Vorschnell – Ein Wort, das für mich die ganze Geschichte beschreibt.

Außerdem hat das Buch wirklich fragwürdige Botschaften.
Sex zu haben, Verlangen zu verspüren, sich Fantasien auszumalen und das Thema anzusprechen, ist vollkommen in Ordnung. Sofort übereinander herzufallen oder es langsam angehen zu lassen, ist eine Entscheidung, die jeder für sich selbst treffen muss und darf.
ABER! Es gehören zwei Menschen dazu und wenn einer davon sagt, dass er warten möchte, dann hat die andere Partei das verdammt nochmal zu akzeptieren. Sich immer wieder aufzudrängen, emotional zu erpressen, sich aufreizend zu kleiden mit dem Ziel, den anderen zu verführen .... Ein absolutes No-Go!

Denn das ist es, was Alice tut. Sie bedrängt Beck auf ganzer Linie endlich Sex mit ihr zu haben. Er kann noch so oft sagen, dass er sich Zeit nehmen möchte, sie wird nur davon beherrscht, dass sie ihn möglichst bald dazu bringen muss mit ihr zu schlafen.

Das andere Thema ist Becks Verhalten. Anfangs war er mir unheimlich sympathisch und ich mochte die Harmonie zwischen den beiden sehr. Doch sobald er zurück in seine Heimat geht und wieder der wohlhabende Sohn wird, fängt ein Konstrukt aus Schein, Lügen und Geheimnissen an. Er enthält Alice so viel, versucht sie zu kontrollieren und manipulieren. Macht ihr Versprechungen, engt sie ein und versucht sie vor allen abzuschirmen. Er ist ein echter Kontrollfreak. Ich hatte immer das Gefühl, als wolle er sie in einen Kokon einwickeln und nur für sich behalten. Gruselige Vorstellung.

Becks Familie ist wirklich eine Katastrophe. Jeder aus seinem Umfeld behandelt Alice wie einen Fußabtreter und bläut ihr ein, dass sie schick an seiner Seite auszusehen hat. Auch wenn sie sich minimal wehrt, so macht sie doch mit. Lässt sich in teure Kleider stecken, sich die Frisur und Nägel machen. Verliert sich im Luxus und Geld.

Immerhin muss ich ihr zugute halten, dass sie oft Wiederworte gibt und sich aufbäumt. Dass sie sich nicht von verletzenden Worten einschüchtern lässt und der Familie die Stirn bietet.

Ich habe am Ende den Grund für seine Verhaltensmuster erfahren, es war trotzdem ganz schön uff. Es ging einfach alles so schnell. Meistens wird gehandelt, bevor nachgedacht wird. Beck überrumpelt Alice in fast jeder Lebenslage, wirft sie in ein Leben, das mehr als gewöhnungsbedürftig ist und lässt ihr kaum die Wahl mit zu entscheiden oder sich einzuleben. Im Grunde hat er so gut wie alles über ihren Kopf hinweg entschieden, sei es von Kleinigkeiten bis hin zu wirklich wichtigen, einschneidenden Themen. Und wenn sie mal Auseinandersetzungen hatten, dann wollte er es damit retten, dass er noch mehr für sie entscheidet.

Auch wenn ich die Entwicklung in dem Familiendrama ganz schön fand und der Schreibstil von Kylie Scott sehr anschaulich und rasant war – täuscht das nicht über all die Probleme hinweg, die ich in der Geschichte gesehen habe.

Fazit: Auf »Something Pure« von Kylie Scott hatte ich mich sehr gefreut, denn es versprach eine schöne und aufregende Liebesgeschichte zu werden. Der Anfang hat mich auch wirklich begeistert, doch als Beck zurück in der Welt der Reichen geht, nahm es rapide ab. Mal abgesehen von sehr fragwürdigen Botschaften in der Geschichte, ging mir alles viel zu schnell über die Bühne.

Kylie Scott - Something Pure
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