Titel: Das Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness
Autor/in: Jay Kristoff
Cover: Guter Punkt, nach dem Originalumschlag von Micaela Alcaino
Reihe: Das Reich der Vampire - Band 1
Genre: Fantasy
Verlag: Fischer Tor
ISBN: 978-3-596-70040-0
Preis: E-Book 22,99 €, Hardcover 26,00 €
Status: Werbung | Rezensionsexemplar
Drei Worte: Dunkelheit, blutig, brutal

Vor 27 Jahren ging die Sonne unter - und seitdem sind die Armeen der Vampire auf dem Vormarsch. Stück für Stück haben sie ihr ewiges Reich ausgedehnt und den Menschen den Boden streitig gemacht, bis nur noch an wenigen Orten ein unbeschwertes Leben möglich ist. Kleine Inseln des Lichts in einem Meer aus ewiger Finsternis.
Als der junge Gabriel de León sein Heimatdorf verlassen muss, führt ihn sein Weg nach San Michon, zum Orden der Silberwächter, einer heiligen Bruderschaft, die das Reich und die Kirche gegen den Ansturm der Bestien verteidigt. Und noch ahnt er nicht, dass er zur größten Legende des Ordens werden wird - und zur letzten Hoffnung einer sterbenden Welt.

Quelle: Fischer Verlag

Veröffentlicht am 26.09.2022 von Wortklecks

Jay Kristoff - Das Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness

Aufgebaut ist die Handlung wie ein Interview. Gabriel erzählt als Gefangener abwechselnd von seiner Jugend und der späteren Zeit, bis er bei der Gegenwart ankommt. Die Geschehnisse laufen aufeinander zu, die Fäden seiner Geschichte werden immer enger und dichter geknüpft, bis sie mein Herz zerdrückt haben.

Gabriels Weg von dem Jungen zu dem abtrünnigen Mann war blutig, voller Schmerz, Sehnsucht, Wut und Schuld. Die Leere in seinem Inneren wurde nur von der Dunkelheit der Welt übertroffen. Die Geheimnisse haben sich regelrecht in ihm aufgestapelt, die schmerzhaften Erinnerungen haben mich erdrückt. Von außen wirkte es, als wäre jedes noch so kleine Gefühl in ihm abgetötet worden. Mit jeder Seite mehr wuchs in mir Bedauern und Furcht über den weiteren Verlauf.

War ich bei einem Feuer und Flamme, brach Gabriel seine Erzählung ab und sprang in der Geschichte zu dem nächsten Punkt. Aber anstatt genervt davon zu sein, habe ich es als genau richtig portioniert empfunden. Ich hatte von Anfang an das Gefühl, dass wir mit der Geschichte einen Abgrund zusteuern. Und das haben wir.
Mein Herz ist hinuntergepurzelt und befindet sich immer noch im freien Fall.

Jay Kristoff versteht es also nicht nur eine aufgeladene Stimmung zu erzeugen, sondern auch mein Herz auf jede erdenkliche Art zu zerquetschen. Wie oft habe ich gedacht es würde ein Lichtblick erscheinen, damit mich im nächsten Moment die Dunkelheit verschlingt? Wie oft bin ich in den wenigen Glücksmomenten hängen geblieben, um sie vor meinen Augen zersplittern zu sehen und von hinten angefallen und zerfleischt zu werden?

Jay Kristoff - Das Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness

Ich habe die widerborstigen, rauen Charaktere liebgewonnen. In ihren Geschichten lag Tragik, eine zähe Entschlossenheit und ein unerschütterlicher Glaube an Gott. Die Sprache war derb, die Figuren durch die Zeit rau und abgeschabt geworden, die Gefühle abgestumpft. Wer überleben will, muss hart werden oder sterben. Momente der Ruhe und Ausgelassenheit sind kostbarste Augenblicke.

Die Vampire sind bösartige Zeitgenossen, die sich wahlweise Menschen halten wie Haustiere oder sie unerbittlich jagen, um sich in ihrem Blut zu laben. Ein Clan ist grausamer, als der andere und unter den verschiedenen Familien herrscht ein unbarmherziger Krieg.
In Gabriel haben sie jemanden gefunden, der nicht nur spielend leicht den Zorn aller Vampire auf sich zieht, sondern sie triezt und sein Leben mehr als einmal herausfordert.

Ich habe selten so eine hoffnungslose Geschichte gelesen, die unheimlich wortgewandt geschrieben und mir mit so einem Weltenbau imponiert hat. Es war bildhaft, magisch, elektrisierend.

Fazit: Es ist total faszinierend, wie Jay Kristoff in »Das Reich der Vampire - A Tale of Blood and Darkness« die Handlung aufbaut und permanent für Spannung sorgt. Mein armes Herz wurde durch raue Landschaften geschleift, durch eisige Seen gezogen und an hungrige Monster verfüttert. Ich liebe die melancholische, fast poetische Sprache, die auf die derbe Rauheit der Welt trifft.

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