Titel: Das Gift der Mondlilie
Autor/in: April Wynter
Cover: April Wynter
Reihe: Mondlilien und Drachenfeuer - Band 1
Genre: Fantasy
Verlag: Books on Demand
ISBN: 978-3-7519-9932-8
Preis: E-Book 3,99 €, Taschenbuch 13,90 €
Status: Interview
 

Schön euch wieder zu sehen bei unserer Kategorie: Das Fünf-Fragen-Interview!
Ich hoffe wir können euch damit kleine Einblicke in die Geschichten geben und ihr bekommt Lust Neues kennenzulernen.
Heute habe ich April Wynter zu mir eingeladen.
April hat dieses Jahr erst ihr Debüt veröffentlicht und legt auch schon mit ihrem zweiten Buch nach. Ich wünsche euch viel Spaß beim Interview!

Veröffentlicht am 13.11.2020 von Wortklecks

Fünf-Fragen-Interview mit April Wynter - Das Gift der Mondlilie

Halli Hallo und herzlich willkommen zu einem kleinen Interview mit April Wynter und anschließender Buchvorstellung.
Liebe April, ich freue mich sehr, dass du heute Zeit für mich gefunden hast!

Dieses Jahr hast du dein Debüt »Nach oben führt auch ein Weg hinab« veröffentlicht und schon kurz darauf folgte »Das Gift der Mondlilie«. Auf deiner Seite habe ich gesehen, dass du noch einige Veröffentlichungen für die nächsten Jahre geplant hast. Ein Projekt für 2022 hat mich besonders neugierig gemacht: Die Superhelden-Buchserie Staffel 1. Kannst du dazu schon mehr verraten?

Da warst du sehr aufmerksam. Tatsächlich freue ich mich schon riesig auf dieses Projekt, das aus einer abgelehnten Kurzgeschichte für eine Anthologie-Ausschreibung entstanden ist. Die Buchserie wird sich um vier Menschen drehen, die aus allen Teilen der Welt kommen und besondere Fähigkeiten haben, die aber nicht ohne einen Verlust einsetzbar sind. Das heißt, dass es zwar cool ist besondere Fähigkeiten zu haben, aber deren Nutzung immer mit einem Nachteil verbunden ist, weshalb sie sich gut überlegen müssen, wann sie ihre Fähigkeiten einsetzen.
Das ganze wird als Buchserie erscheinen – 12 Folgen pro Staffel sind geplant, von denen eine jede zwischen 100 und 200 Seiten lang sein wird. Die Folgen erscheinen als E-Book und immer vier Folgen zusammengefasst als Print. Ob ich die Serie im Selfpublishing veröffentliche oder über einen Verlag, steht noch nicht fest. Die ersten beiden Staffeln sind durchgeplottet, erste Folgen bereits geschrieben, aber an die Veröffentlichung will ich erst denken, wenn die erste Staffel fertig zu Papier gebracht ist. Aktuell sitze ich außerdem an den Coverentwürfen. Das ist bei einer Buchserie nochmal eine ganz andere Herausforderung, auf die ich mich freue.

Ich bin super gespannt auf die Serie und freue mich jetzt schon, wenn sie erscheint!
Beschreibe »Das Gift der Mondlilie« in drei Sätzen und suche dir drei Schlagwörter aus, die am besten deine Geschichte widerspiegeln!

Als Allys Familie ermordet und ihr Bruder in den Kerker geworfen wird, gibt es für sie nur ein Ziel: Sie muss Jay aus den Klauen des eisigen Herrschers befreien. Mit der Hilfe des Räubers Devan schleicht sie sich in der Akademie der verlorenen Künste ein, um mit Hilfe der Anwärterinnen ihren Bruder zu befreien.

Abenteuerlich, Drachenstark, Düster

Welche Charaktere, aus deiner oder einer anderen Geschichte, haben dir den Kopf verdreht und was mussten sie dafür tun?

Ich habe eine totale Schwäche für Randcharaktere. Jay aus „Das Gift der Mondlilie“ ist meine heimliche, große Buchliebe – obwohl die meisten Leserinnen ihn gar nicht wirklich bemerkt haben, da er am Anfang des Buches entführt wird und nicht wirklich viele Seiten bekommt. Da ich ihn beim Schreiben vermisst habe, tauchte Devan irgendwann auf – ganz ungeplant wurde er zum Liebling der Leserinnen. Wobei, die einen lieben, die anderen hassen ihn wegen seiner überheblichen Art, hinter deren Fassade man erst einmal blicken muss, um ihn sympathisch zu finden.
Wenn es nicht unbedingt ein männlicher Charakter sein muss, haben mir die Drachin Amina und Allys Pferd Finja den Kopf verdreht. Tiere sind ja bekanntlich die besseren Freunde der Menschen und die beiden wären auf jeden Fall meine erste Wahl als Wegbegleitung.

Autorin, Weltentdeckerin, Kreative, Selbstständige, Träumerin und noch so vieles mehr. Gibt es etwas, dass du überhaupt nicht kannst oder magst?

Jede Menge. Um ehrlich zu sein plagen mich bei allem was ich tue Zweifel. Da ich früher wirklich vor ALLEM Angst hatte, habe ich mich mit mir selbst auseinander gesetzt und mir Gedanken gemacht, was das schlimmste wäre, was passieren könnte, wenn ich es einfach versuche. Angefangen hat das schon als Kind, als ich mich nicht getraut habe an einem Teich mit Gänsen vorbeizugehen oder mich in der Schule zu melden und meine Hausaufgaben vorzutragen. Ziemlich schnell habe ich gemerkt, dass die meisten Horrorszenarien nur in meinem Kopf ablaufen und die Realität nur halb so schlimm ist, wie ich sie mir ausgemalt habe.Inzwischen habe ich eine Weltreise gemacht und bin seit einem Jahr selbstständig – etwas, das ich mir vor ein paar Jahren niemals hätte vorstellen können.
Trotz all der selbstauferlegten Mutproben (Angst zu haben, hat auch seinen Vorteil. Immerhin musste ich nie draufgängerisch werden, der Adrenalinkick kam schließlich durch so simple Sachen, wie alleine mit dem Zug irgendwohin zu fahren), gibt es Dinge, die mir trotz „einfach mal probieren“ nicht gelingen wollen. Ich bin zum Beispiel richtig schlecht darin eine Sprache zu lernen oder sie zu sprechen. Auf Weltreise wurde das auch nicht besser, obwohl ich mir echt Mühe gegeben habe. Ich kann trotz einiger Livestreams, Radiointerviews, Lesungen und Podcastaufnahmen noch immer nicht gut vor Publikum sprechen – etwas, was ich aber lernen muss und deshalb nicht den Kopf in den Sand stecke. Es braucht nur viel mehr Übung als bei anderen Menschen. Und im Bogenschießen bin ich auch nicht wirklich talentiert, wobei ich es echt gerne mache. Trotzdem merke ich, dass ich immer die Schlechteste der Gruppe bin, auch wenn wir neue Schützen anlernen. Selbst deren Anfängerglück ist größer als mein Talent.

Du hast im Jahr 2019 eine Weltreise gemacht. Was hat dich am Meisten beeindruckt und was war dein skurrilstes Erlebnis?

Am meisten hat mich eine junge Frau beeindruckt, der ich in Kanada begegnet bin. Sie ist fast taub und zusätzlich dazu dabei zu erblinden, doch statt zu verzweifeln, hat sie ihre Koffer gepackt und ist auf Weltreise gegangen, solange sie noch etwas von der Welt sehen kann. Sie hatte immer unglaublich gute Laune und hat einen mit ihrer positiven Energie angesteckt und war bereit auf dem Pferdehof hart mit anzupacken, obwohl sie durch ihre schwindenden Sinne beeinträchtigt war. Ich bewundere Menschen, deren Schicksal es nicht gut mit ihnen meinte, die sich davon aber nicht einkriegen lassen und noch stärker als zuvor aus der Situation hervorgehen.

Mein skurrilstes Erlebnis hingegen ist schwer zu benennen. Da waren Begegnungen mit riesigen Schlangen im australischen Dschungel – aber damit rechnet man dort ja.
Die Trächtigkeitsuntersuchung bei Alpakas war ziemlich lustig. Man nimmt das weibliche Alpaka und tut es zu einem männlichen und wenn das Weibchen das Männchen anspuckt, ist sie trächtig. Wenn nicht, muss man dem Männchen helfen das richtige Loch zu finden und sie sind erstmal eine halbe Stunde beschäftigt. Wer davon träumt auf einer Farm mit flauschigen Alpakas zu arbeiten, sollte daran denken, dass die Tiere nicht wirklich gut zielen und statt dem Männchen auch mal dich mit Spucke als Beweis der Trächtigkeit im Gesicht erwischen.
Ansonsten bin ich einmal überfallen worden. Nur ein einziges Mal, als ein Affe mir auf den Rücken sprang, um meine Wasserflasche aus dem Rucksack zu klauen. Wer sich vorher über den asiatischen Raum informiert, sollte wissen, dass man Wasserflaschen im Rucksack aufbewahrt und nicht außen im Flaschenhalter, da diese kleinen Langfinger davon mehr angelockt werden, als Elstern durch glänzendes Silber.

Das ist ja wirklich spannend und auch echt skurril!
Danke liebe April für deine Zeit und die wirklich schönen Antworten.

Und für euch gibt es jetzt noch den Klappentext:
Nach der grausamen Ermordung ihrer Familie gibt es für Ally nur ein Ziel: ihren Bruder aus den Klauen des eisigen Herrschers zu befreien. Nachdem sie auf dem Weg zur Hauptstadt Ankor vom Straßenräuber Devan überfallen wurde, bietet er ihr unerwartet seine Hilfe an. Gemeinsam gelangen sie zur Akademie der verlorenen Künste, um die als verschollen geltende Thronerbin zu finden. Ally schließt sich der Armee aus Anwärterinnen an, von denen eine jede glaubt, die wahre Prinzessin zu sein. Was einst ihre Hoffnung war, könnte Ally jedoch ebenso den Tod bringen, denn der Kampf um den Thron findet nicht nur hinter den Toren der Hauptstadt statt. Ehe Ally sich versieht, findet sie sich mitten in den Intrigen der Anwärterinnen wieder, während die düsteren Diener des Herrschers Jagd auf sie machen.

April Wynter - Das Gift der Mondlilie
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