Titel: Highfire - König der Lüfte
Autor/in: Eoin Colfer
Cover: Das Illustrat GbR
Genre: Fantasy
Verlag: Heyne
ISBN: 978-3-453-32078-9
Preis: E-Book 13,99 €, Paperback 16,99 €
Status: Werbung | Rezensionsexemplar
Drei Worte: Ungewöhnlich, skurril, derb

Vor Jahrhunderten waren die Drachen die Herrscher über die Menschen, über Luft und Erde. Doch sie wurden gestürzt und vernichtet. Lord Highfire ist einer, wenn nicht sogar der letzte, Überlebende. Er lebt einsam im Sumpf von Louisiana und macht sich nichts aus der Bekanntschaft mit den Menschen.
Als sich genau vor seiner Hütte ein Verbrechen abspielt und seine Existenz aufzufliegen droht, sieht er sich gezwungenen einzugreifen und das Schlimmste zu verhindern ...

Veröffentlicht am 07.06.2021 von Wortklecks

Eoin Colfer - Highfire - König der Lüfte

Die Geschichte ist derb. Der Schreibstil packend. Die Charaktere ungewöhnlich.

In Highfire geht es nicht um majestätische Drachen, die die Lüfte erobern. Es geht nicht um aufstrebende Sieger, glorreiche Kämpfe oder Heldentum. Viel mehr geht es um einen Drachen, der sich bedeckt hält, flucht und verbittert ist.
Denn Vern ist alles andere als ruhmreich. Stattdessen tut er alles dafür, dass die Menschen seine Existenz vergessen. Einsam im Sumpf, mit Kabelfernsehen, Zeitschriften und Alkohol hat sich der Drache in einer gemütlichen Hütte versteckt. Vertrauen in die Menschheit? - Fehlanzeige! Vern kennt keine Freunde und seine einzigen Mitbewohner bestehen aus Alligatoren und Wildschweinen.

Doch diese Ruhe ist vorbei, als der junge Squib genau vor Verns Hütte in Schwierigkeiten gerät und die unerwartete Bekanntschaft mit dem Drachen macht. Zum Glück ist Squib nicht auf den Kopf gefallen und kann dem Griesgram entkommen. Zeit das ruhige Nest zu verlassen und auf die Jagd zu gehen! Wenn da nicht so viele Hindernisse wären und Squib sich für nützlicher als gedacht herausstellt.

Ich glaube das Buch ist definitiv Geschmackssache. Mir sagt es oft nicht zu, wenn die Sprache zu derb wird, aber hier fügte sie sich wunderbar ein. Es passte zu dem schrulligen Drachen, dem ruhigen und neugierigen Squib und den mehr als gefährlichen Widersachern. Ich habe echt einen Narren an den Figuren gefressen und mir hat die Geschichte auf so viele Arten gefallen.

Es geht hier nicht darum Drachen auf möglichst ruhmreiche Weise darzustellen. Vielmehr um gefallene Wesen, die über die Stränge geschlagen und alles verloren haben. Um Einsamkeit und den Hass, begangene Taten auf andere Menschen zu übertragen. Aber so einfach, so schwarz/weiß ist es eben nicht. Es geht um das Verzeihen, sich selbst und seinen Fehlern. Und sich auf Neues einzulassen, zu vertrauen und festzustellen, dass nicht alles schlecht ist. Dass es sich lohnt, die Vergangenheit ruhen zu lassen und vorsichtig, mit Bedacht weiter zu gehen. Mit kleinen Schritten. Genau das macht Vern durch. Und ich habe das Zusammenspiel von ihm und Squib sehr geliebt.

Die Handlung hat etwas chaotisches an sich. Sie ist brutal, schonungslos und nichts für zarte Ohren. Denn Halleluja, können die Herrschaften fluchen und schimpfen. Vor allem ein gewisser Mann sorgt für Bombenstimmung und die nötige Action. Denn statt mit Mistgabeln, wird mit Granaten geworfen, mit Gewehren geschossen und mit Messern hantiert. Dieser Herr ist ein so gnadenloser Killer, dass er Vern, Squib und mir definitiv ein großes Abenteuer beschert hat.

Fazit: »Highfire – König der Lüfte« von Eoin Colfer hat mir jede Menge Unterhaltung und Action beschert. Ich glaube, dass die Geschichte definitiv Geschmackssache ist. Denn die Sprache ist derb, die Charaktere kantig und die Handlung wenig ruhmreich. Vielmehr geht es um einen gefallenen Drachen, um Freundschaft und einen Killer, der für Bombenstimmung sorgt. Mir hat es richtig gut gefallen!

Eoin Colfer - Highfire - König der Lüfte
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